Pennerbank.ch§ Est. Feierabend
Der Platz an der Stadtmauer mit Turm, Bäumen und roten Sitzbänken
§ Offizieller Feierabendstandort

Penner­bank

Eine rote Bank, eine Stadtmauer und eine Dose — Feldschlösschen, Moretti oder Quöllfrisch. Mehr Infrastruktur braucht der Mensch nach Feierabend nicht.

↓ Willkommen im Büro mit Turmblick
Die Idee

Irgendwann meinte jemand von uns: «Ehrlich, wir sitzen hier wie die Penner.» Dose in der Hand, Blick auf den Parkplatz, glücklich wie sonst nie. Der Name blieb hängen. Wir tragen ihn seither mit Stolz.

Standort
Stadtmauer, ggü. Brockenstube
Sitzplätze
begrenzt, Boden unbegrenzt
Öffnungszeiten
ab Feierabend
Dresscode
Arbeitskleidung reicht
Luftaufnahme des Platzes bei der Stadtmauer mit Wiese, Wegen und Sitzbänken
die Bank
Die Bank

Mitten in der Wildblumenwiese, mit Rückendeckung von 700 Jahren Stadtmauer

Ein gemähter Pfad führt quer durch die Wiese zu einer roten Bank unter zwei jungen Bäumen. Vor uns der Kreisel, hinter uns der Turm, gegenüber die Brockenstube. Der Coop Pronto liegt auf dem Weg dorthin — Vorglühen inklusive.

  • Aussicht Wehrturm, Verkehrskreisel, Feierabendverkehr
  • Untergrund Wildblumenwiese, offiziell ökologisch wertvoll
  • Distanz zum Bier 90 Sekunden zu Fuss, retour mit Sack
  • Nachbarn eine 700-jährige Stadtmauer, unbeeindruckt von allem
Zwei Gesichter

Tagsüber Gemeinderat, abends Pennerbank

Der leere Platz bei Tag, ruhig und ordentlich
Tagsüber

Bürgerlich, leer, vorbildlich gepflegt.

Der Platz am Abend voller Leute im Gras
Ab 18 Uhr

Pennerbank-Betrieb. Volle Wiese, volle Dosen.

Das Ritual

Feierabendbier, in fünf ungeschriebenen Schritten

Menschen sitzen abends im Gras vor der Stadtmauer
  1. 1
    Feierabend erklärenLaptop zu, Kopf aus, Richtung Stadtmauer.
  2. 2
    Dose zischen lassenFeldschlösschen, Moretti oder Quöllfrisch. Alles andere ist Ausnahmezustand.
  3. 3
    Auf der roten Bank Platz nehmenOder daneben im Gras, wenn besetzt.
  4. 4
    Dem Kreisel beim Kreiseln zuschauenBeste Aussicht der Stadt, kostenlos.
  5. 5
    Wiederholen, bis Dose und Sorgen leer sindNachschub gab's ja schon beim Coop Pronto auf dem Weg her.
Seit 1905

Wir sind nicht die Ersten, die hier rumhängen

Schon lange bevor es uns gab, war die Mauer Kulisse für Leute mit wenig Eile. Ein Ziegenhirte, ein paar Schaulustige — die Pennerbank-Tradition ist offenbar älter als gedacht.

Historische Aufnahme von 1905: Ziegenhirte und Passanten vor der Stadtmauer
1905Damals: Ziegen. Heute: wir. Kaum ein Unterschied im Anspruch.
Historische Schwarzweiss-Aufnahme des Turms mit Vordach
Irgendwann späterDer Turm stand schon, wir waren nur noch nicht erfunden.
Amtlich
Pennerbank
Verordnung

Die Bankordnung

Nicht rechtsverbindlich, aber trotzdem verbindlich.

§1

Wer sitzt, ist dabei. Es braucht keine Einladung, nur eine Dose in Reichweite.

§2

Die Dose ist Feldschlösschen, Moretti oder Quöllfrisch. Alles andere braucht einen einstimmigen Beschluss der Anwesenden.

§3

Gejammert wird über die Arbeit, nicht über das Leben. Dafür ist die Wiese zu schön.

§4

Wer zuletzt kommt, holt beim nächsten Mal das Bier. Der Coop Pronto liegt auf dem Weg, Ausreden gibt es also keine.

§5

Die Stadtmauer hört alles und urteilt über nichts. Diskretion seit 700 Jahren.

§6

Bei Regen gilt die Pennerbank-Ehre trotzdem. Kapuze auf, Dose auf.